3 wichtige Fragen für deine Selbstständigkeit, die dir sonst keiner stellt

Wenn über die Selbstständigkeit gesprochen wird, dann geht es oft um Marketingstrategien, die richtige Positionierung und darum, wie du deine Kunden von deinem Angebot überzeugen kannst. Diese Punkte sind natürlich wichtig und trotzdem gibt es drei ganz entscheidende Fragen, gerade wenn du noch am Anfang deiner Selbstständigkeit stehst, mit denen du dich unbedingt auseinandersetzen sollest, bevor du so richtig loslegst:

Frage 1: Bist du verliebt in das Unternehmertum und nicht nur in deine Idee?

Das Allerwichtigste beim der Umsetzung eines Business ist, dass der Weg, dir eine Selbstständigkeit aufzubauen, dir wirklich Spaß machen sollte. Und dazu gehört vieles, zum Beispiel deine Angebote zu erschaffen, Kunden zu überzeugen, Vertrieb und Marketing zu machen, Finanzen zu validieren und für dein Unternehmen zu arbeiten. Das klingt vielleicht banal, aber ist eines der wichtigsten Dinge, um wirklich durchzuhalten und wird meistens unterschätzt! Du solltest Freude am Dasein als Unternehmerin haben. Wenn deine einzige Motivation ist, ein bestimmtes Ziel zu erreichen und der Weg dir nur wie eine Hürde vorkommt, die es zu überwinden gilt, dann wird es wahrscheinlich sehr schwer.

Egal, ob du dich als Solopreneurin oder als Techfounderin selbstständig machst, du wirst viel Zeit mit Dingen verbringen, die eigentlich nichts mit deiner Idee zu tun haben. Als Solopreneurin wirst du dich gerade auch am Anfang mit Finanzen, Preisen, Positionierung, Vertrieb, Marketing, Partnern, etc. beschäftigen, nur um dann deine ambitionierten Ziele vielleicht doch zu verfehlen. Dann musst du ehrlich zu dir selbst sein, lernen, wie es besser geht, immer und immer wieder dranbleiben und dich stetig verbessern.

Wenn du den Prozess des Unternehmertums an sich nicht wertschätzt und genießen kannst, dann solltest du dich fragen, ob du deine Leidenschaft nicht auf eine andere Art und Weise ausleben kannst.

Wenn du dich allerdings genau an diesem Prozess erfreuen kannst, dann wirst du auf deinem Weg wesentlich zufriedener sein, da dich bereits deine tägliche Arbeit fasziniert und nicht nur das Ergebnis.

Frage 2: Wie willst du wirklich arbeiten?

Wir nennen das folgende Phänomen “die Coffeshop-Falle”, du wirst gleich sehen warum.

Irgendwie träumt doch jeder irgendwann davon, ein kleines schnuckeliges Café zu eröffnen, oder? Ein entspannten Ort für viele positive Menschen, dir gerne zu dir kommen, auch mal ein Schwätzchen halten, irgendwann zu Freunden werden und mit denen du gemeinsam eine schöne Zeit hast. Tolle Vorstellung, oder? Also nimmst du einen Kredit auf, mietest ein Ladenlokal und stattest dein Kaffee mit viel Liebe aus. Und plötzlich wachst du auf und realisierst, dass deine Tage jetzt daraus bestehen, Kaffee zu kochen, Tische abzuwischen, kurzfristig erkranktes Personal zu ersetzen, Abrechnungen zu machen, den Einkauf zu koordinieren und manchmal auch einfach nur gelangweilt in einem leeren Café zu stehen.

So hattest du dir das Ganze nicht vorgestellt.

Dieses Beispiel kannst du natürlich auf verschieden Situationen anwenden:

  • Du liebst es, mit Menschen zu arbeiten? Dann solltest du dich fragen, ob du wirklich ein Online-Business aufbauen möchtest.
  • Private Feste zu planen findest du enorm anstrengend, deshalb willst du eine Lösung schaffen, wie man die Planung besser koordinieren kann? Dann halte kurz inne und frage dich, ob du dich ab heute tatsächlich wirklich jeden Tag mit genau diesem Problem befassen möchtest. Du wirst dich jeden Tag damit beschäftigen, dich zu fragen, was es braucht um ein gutes Event zu planen, obwohl du es selber eigentlich hasst, genau das zu tun.
  • Du liebst die digitale Welt und bist extrem innovativ? Dann solltest du dir überlegen ob du tatsächlich die Zielgruppe Yogalehrer für dich gewinnen möchtest, auch wenn Yoga dein privates Hobby ist.  

Bevor du also richtig loslegst, lege einmal alle bisherigen Träume und Vorstellungen beiseite. Reduziere deine Idee auf dein tägliches Tun. Wie wirst du arbeiten, mit wem wirst du arbeiten, an was wirst du arbeiten? Entspricht diese Arbeitsweise wirklich dem was du willst? Wenn du das mit einem klaren JA antworten kannst, dann können wir dir versichern, es wird Großartiges auf dich warten. 

Frage 3: Denkst du, du brauchst diese eine große Vision?

Du hörst aktuell viel darüber, dass es das Wichtigste ist, die eine große Vision zu finden. Sein persönliches “Calling”. Wenn du nur diese eine große Vision gefunden hast, dann wirst du keinen Tag in deinem Leben mehr arbeiten müssen. Das sagen sie und es klingt auch völlig nachvollziehbar. Aber wir sagen, das ist totaler Blödsinn!

Wenn du mit dieser Einstellung deine Selbstständigkeit beginnst, bürdest du dir folgendes auf:

  1. Im schlimmsten Fall hält dich diese Einstellung davon ab, den Schritt in die Selbstständig überhaupt zu wagen, denn du hast bei keiner deiner Ideen das Gefühl, dass diese jetzt deine Bestimmung ist.
  2. Wenn du es doch wagst, hast du ständig das Gefühl, es gibt nur die EINE richtige Bestimmung für dich und gleichst deine Idee, dein Tun, deine Entwicklung ständig mit deiner Erwartungshaltung ab und fragst dich: Tue ich wirklich genau das, was meine Bestimmung ist?
  3. Wenn du mal eine schlechte Phase hast, und die wird ganz bestimmt kommen, dann wirst du schnell unsicher. Du fängst an dein ganzes Business zu hinterfragen, denn eigentlich müsste ja jeder Tag eine große Freude für dich sein, wenn du nur die richtige Vision hättest.

Wir garantieren dir, Dinge wie Steuererklärungen, Probleme mit Kunden, allgemeine Ungeduld und einfach nervige Aufgaben warten leider immer irgendwann auf dich, egal ob du eine Vision hast oder nicht, und sie fühlen sich nach richtig viel Arbeit an!

Darüber hinaus halten wir nichts von der Theorie, dass es nur die einen Vision in deinem Leben gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Wir sind uns sicher, du hast mehrere Talente, Interessen, Neigungen, die auch durchaus sehr unterschiedlich sein können und nein, die musst du nicht alle in einer großen Vision vereinen! Aber wenn du das natürlich kannst, dann Bahn frei für deinen einen großen Traum!

Die gute Nachricht ist also, zögere nicht, du musst nicht diese eine große Idee haben. Wenn du wie in Punkt 1 genannt, das Unternehmertum an sich liebst, und wie in Punkt 2 beschrieben etwas gefunden hast, was du wirklich gerne tust, dann kannst du loslegen, auch wenn du darin nicht die Erfüllung aller Lebensträume siehst. 

Natürlich glauben wir daran, dass es wichtig ist, einen Sinn bzw. das berühmte “Why” in deinem Business zu sehen. Denn wenn du dieses “Why” für dich beantworten kannst, wird es einfacher werden, dich auf das Wesentliche zu fokussieren, schwierige Tage zu überstehen und dich selbst zu motivieren.

Und keine Angst, dein Why muss nicht daraus bestehen, dass du die Welt retten willst. Es kann ein ganz persönliches “Why” sein. Einfach etwas, was dir eine Richtung vorgibt und dich motiviert, wenn es mal nicht so läuft. Wenn du in einem Team arbeitest, solltet ihr natürlich ein gemeinsames “Why” haben, ein gemeinsames Leitmotiv sozusagen.

Fazit: Wenn du dich selbstständig machen willst oder gerade im Prozess bist, dann verliere dich nicht zu lange in der Visionsfindung, sondern überlege dir lieber genau, wie du arbeiten willst und ob du das in deiner Selbstständigkeit und deiner Idee wieder findest. Denn dann kannst du wirklich deinen Weg genießen, bist offen für notwendige Veränderungen, hältst länger durch und hast somit viel höhere Erfolgsaussichten langfristig finanziell erfolgreich zu sein.

VON DER IDEE ZUM PASSENDEN BUSINESS

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